Am 30.7.2006 machten sich sieben Schlickteufel und -teufelinnen zusammen mit einem Gast aus unserer Dependance in Aachen auf den Weg nach Dänemark.
Lars Jensen hatte nach den guten Erfahrungen vom letzten Jahr wieder einen Tag mit dem
Diveteam Als organisiert. Bestes Wetter und fast kein Wind ließen die Ostsee bei unserer Ankunft eher wie einen Ententeich aussehen. Detlef Kirsch erschien mit seinem Aluboot pünktlich um 10 Uhr am Strand und nach einer kurzen Absprache entschieden wir uns, die 10-köpfige Gruppe (zwei fremde Taucher kamen noch dazu) abhängig von der Flaschenanzahl auf zwei Ausfahrten zu verteilen. Die Doppelflaschentaucher waren als Erste an der Reihe, als es zum Wrack der S-103 ging. Die wenigen Wellen machten eine rasante Fahrt mit teilweise 50 km/h möglich, so dass wir im Nu' am Tauchplatz waren. Ein schönes Wrack, gut erhalten, auf 34 Meter Tiefe liegend und Wohnplatz für riesengroße Dorsche. Derk (mein Buddy aus Aachen) und ich inspizierten das Schnellboot in einer gemütlichen Runde ausgiebig. Die Wassertemperatur war mit sechs Grad zwar fröhlich frisch, im Trocki aber gut auszuhalten und die Sicht war für Ostseeverhältnisse mit über 10 Metern einfach großartig.
Der zweite Tauchgang führte uns zu einem Wrack nur einen Kilometer neben der S103 gelegen. Ein Kohlefrachter, dessen Identität noch nicht geklärt ist und bislang wohl auch nur vom Diveteam Als angefahren wird. Wir durften wieder als Erste die Inspektion beginnen, hatten wir mit 30 Minuten Grundzeit den längsten Tauchplan. Dieses Wrack ist noch nicht so sehr betaucht und hat auch eine Stelle, an der man mit Doppelgerät einen kleinen Einstieg vornehmen kann. Spannend. In den Laderäumen stößt man mit etwas wühlen sehr schnell auf Kohlestücke und am Heck sind die flachen Aufbauten mit ihren Fensterluken gut zu erkennen. An diesem Wrack mochte die Digiknipse wieder mitspielen und so ist von unserem Tauchgang ein kleiner Film entstanden, den ihr unten herunterladen könnt. Durch das Komprimieren ist er etwas dunkel geworden. Wer das Original sehen möchte, kann sich gerne bei mir melden.
Bis auf die Feuerquallen im Bereich oberhalb von 20 Meter hatten wir insgesamt hervorragende Tauchbedingungen und einen tollen Tauchtag. Deshalb an dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an Lars für die Organisation und an Detlef Kirsch vom Diveteam Als für's Chauffieren.