Bilder ©diverse Schlickteufel

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Es war einmal...
Ein Verein, der jährlich zu Himmelfahrt zum munteren Zelten auf einen einfachen Campingplatz östlich von Kolding in Dänemark reiste. Regenfällen und Schlammlawinen wurde getrotzt und erst wenn das Regenwasser zentimeterhoch im Zelt stand, machte das Nasstauchen im salzigen Wasser des Kleinen Belt so richtig Spaß.
Das war einmal...
Mit der Infrastruktur des Campingplatzes entwickelten sich auch die Schlickteufel. Mehr und mehr Trockentauchanzüge fanden den Weg in die Tauchkisten, so dass zwischenzeitlich eine Umbenennung des Vereins in ETTSV (Elmshorner TrockenTauchSportverein) in Erwägung gezogen wurde. Um zwischen den Tauchgängen auch dem Regenwasser Einhalt zu gebieten, erschienen zur neuen Tauchbekleidung immer mehr wasserfeste Behausungen in Form von Wohnmobilen und Wohnwagen. Was hatten wir für eine lange Wagenburg auf dem grünen Rasen, der sich auch weiterhin bei entsprechender Berieselung in eine Schlammrutsche verwandelte.
Aber auch das war einmal...
Himmelfahrtswoche 2007 – „Unsere“ Wiese ist eingeebnet und in kleine Parzellen mit eigener Beleuchtung und Stromanschluss unterteilt. Natürlich mit Hecke am Rand, wie es sich für den ordentlichen Laubenpieper gehört. Der Campingplatz ist außerdem mit kleinen schnuckeligen Hütten ausgestattet, die neben adäquater Kochecke sogar über ein eigenes Bad mit Dusche verfügen. Nein, kein Nachdenken mehr im endlich warm gewordenen Schlafsack, ob der nächtliche Klogang durch die nasse Kälte wirklich sein muss. Einfach Aufstehen, Füße an der Fußbodenheizung wärmen und zwei Schritte bis zur Badtür. Herrlich! So fanden gerade mal noch drei Parteien den Weg auf die Wiese. Der Rest verzog sich in die Luxushütten, auf die man in den ersten Jahren noch verächtlich herab gesehen hatte. Man wird eben nicht jünger und es wurden auch schon erste Forderungen nach Whirlpools auf der Terrasse laut...

Ja, die Woche in Gammel war wieder voller Eindrücke und Erlebnisse. Ich sollte nicht verschweigen, dass die obige nicht ganz ernst gemeinte Beschreibung der Entwicklung auch dazu geführt hat, dass mittlerweile viele Schlickteufel das gemütliche Unterkommen dazu nutzen, aus den ursprünglich üblichen vier Tagen eine ganze Urlaubswoche zu machen. So waren auch dieses Jahr am ersten Sonntag bereits sechs Hütten besetzt und die Anwesenden liessen es ruhig angehen. Wettertechnisch liess es sich ganz gut aushalten, auch wenn der Wind recht kalt war. Aber dafür blieb bis auf einen Tag der Dauerregen weitestgehend aus.
Unter Wasser gab es wieder das gammeltypische Hin und Her mit der Strömung. Mal weniger, mal mehr, mal noch mehr oder auch gar nix. Auch die Unterwasserwelt ist weiterhin im Wandel. Seenelken- und Seescheidenfelder sind leider immer noch Fehlanzeige. Dafür gab sich Gevatter Seehase die Ehre. Zum Glück hatte Lars seinen Fotoapparat dabei, so dass wir den Beweis nicht schuldig bleiben mussten. Dem SEK “Seehase” gelang es sogar direkt nach unserer Entdeckung unter präsidialer Leitung das Getier nochmal aufzustöbern. Uwe mußte natürlich noch einen draufsetzen und beim Nachttauchgang drei von den Fischen entdecken. Mangels Fotobeweis geht allerdings das Gerücht, er sei mit Nils dreimal beim gleichen Fisch vorbeigeschwommen. Das allerdings immerhin im eigenen Anzug!
Das Bootstauchen fiel in diesem Jahr auf den Donnerstag. Da hatten wir uns einen Tag mit richtig kräftiger Strömung ausgesucht – im Volksmund auch „Bimmelbahn“ genannt... Selten haben wir auf der Wasseroberfläche solche Verwirbelungen gesehen.
Über alle Tage wurde reichlich getaucht, so dass sich unsere Tauchgangsliste, in die sich alle Teams ein- und austrugen, reichlich füllte. 201 Tauchgänge wurden von Schlickteufeln ingesamt unternommen. Alte Hasen und eifrige Neueinsteiger waren an dieser Zahl gleichermaßen beteiligt.

Mir hat die Woche jedenfalls wieder richtig Spaß gemacht und ich freu’ mich schon auf die Himmelfahrtswoche 2008. Gerüchten zu Folge haben sich dafür weitere Dauercamper eines der Häuschen gemietet...

Maren


Ein bischen Statistik: